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       12. Hörbar Blues Open Air Milow direkt an der Havel !!!




Danke erstmal an die Gemeinde das wir wieder das Gelände nutzen durften.Der Eingangsbereich ist schon mal hergerichtet !!! Aber es lag noch viel Arbeit vor uns.






Wir konnten es kaum glauben, aber es hat dieses Jahr nun endlich mal nicht geregnet. Nach 3 Jahren Wasser von oben war es eigentlich auch verdient. Pünktlich um 19 Uhr sollte es dann auch mit der ersten Band losgehen.
DYNAMITE DAZE (steht für geistige Verwirrung, auch explosive Zeiten), so heißt die erste Band und die vier Musiker sind aus Karlsruhe angereist. Der Chef der Band ist der Schlagzeuger Colin Jamieson.  In früheren Jahren trommelte er bei TED HEROLD, BILL RAMSEY, COUNTRY JOE MCDONALD und auch gelegentlich bei Axel Zwingenberger. Der Gitarrist der Band heißt Martin Czemmed, am Bass erlebten wir Matthias Scherer und Frontman, Sänger und Mundharmonikaspieler der Band ist Diddy Metzger. Die Band kreiert einen persönlichen musikalischen Stil, orientiert an Vorbildern wie Screamin Jay Hawkins, Tom Waits oder Captain Beefhart. Sie musizieren als Band, wobei jeder der vier Musiker seinen Freiraum hat und gelegentlich auch mal solistisch in den Vordergrund tritt. So gab es neben dem rauen und harten Gesang und dem Harp- Spiel des Frontmannes auch Gitarren- und Bass- Solis und ein Drums- Solo, wo dann die anderen Musiker mal Pause hatten.








Bei den nächsten Musikern war es schon dunkler und während DYNAMITE DAZE auf der Bühne abbaute, verteilte der nächste Akteur schon Flyer im Publikum. PETE GAVIN AND THE SHANGHAI BLUES GANG hieß der nächste Act und bestand aus dem Sänger, Gitarristen und Mundharmonika- Spieler Pete Gavin sowi einem Bassisten und einem Schlagzeuger. Pete stammt aus London und arbeitete bis 1980 als Physiker. Danach widmete er sich voll und ganz seiner Liebe zum Blues. Gelegentlich hatte er in London schon mit Musikern wie Keith Relf (Sänger und Mundharmonikaspieler von THE YARDBIRDS,  + 1976) und Spencer Davies musiziert.   Seinen Lebensmittelpunkt hat Pete Gavin inzwischen in Berlin. Für ebenfalls etwa 90 Minuten gehörte ihm und seinen beiden Musikern nun die Bühne in Milow. Auf einem Hocker sitzend, eine Resonator- Gitarre und das Mundharmonika- Gestell umgehängt beginnt er sofort nachdem der Ton stimmte mit seinem Konzert. Als jemand, der zu Hause eine Gitarre an der Wand zu hängen hat fällt mir sofort auf, dass Pete Gavin Linkshänder ist. Seine Resonator Gitarre stammt aus dem Jahr 1932, hat schon einige Roststellen und wie Pete sagte, hat er das Instrumment gerade neu löten lassen. Die Songs, die er vorträgt sind Bluesklassiker von Musikern wie Sonnyboy Williamson, William Harris und andere. Nach zwei oder drei Titeln stellt Pete die Resonator in den Ständer und macht mit einer Gibson ES 335 weiter. Alle drei Gitarren, auf denen er hier spielte sind frei gestimmt. Der Bassist spielt am Anfang auf einem Kontrabass, danach auf einer Bassgitarre. Auch auf einem Didgeridoo, einem Instrument der australischen Ureinwohner spielte er bei einem Song. Der Schlagzeuger spielt nicht  bei allen Titeln mit. Inzwischen war es auch dunkel geworden und die Bühnenbeleuchtung kam voll zum Tragen. Vor der Bühne wurde fleißig getanzt und es war eine prima Stimmung beim Publikum.  Pete Gavin spielte am Ende noch eine Zugabe, bevor die letzte Band dann ihren Auftritt vorbereitete.




 


DEATBEATZ  war dann die letzte Band des Abends und wer da schon vorher nach Hause gegangen ist, der hat was verpasst. Nachdem Pete Gavin die Bühne beräumt hatte, begannen die beiden nächsten Akteure mit dem Aufbau ihres Bühnenbildes. Den Bühnenhintergrund zierte ein Banner, wo unter dem Schriftzug DEADBEATZ in Commic- Manier ein Gerippe mit Totenköpfen jonglierte. Rechts und links davon stand „Too Blues To Punk“ und auf der anderen Seite „Too Punk To Blues“. Das bedeutet soviel wie- aus dem Blues wurde Punk und aus Punk wird wieder Blues. Wie das geht, das zeigten uns David Karlinger (Harp, Drums) und Bernie Miller (Bass, Vokal). Beide sind aus Österreich ins Havelland gekommen, um hier mal so richtig einzuheizen. Das Schlagzeug ist schon eine eigenwillige Konstruktion. Bassdrums und Hi- Hat stehen nebeneinander auf dem Boden und werden über zweiFußmaschinen bedient. Die Becken der beiden Hi- Hats schlägt David Karlinger mit der rechten Hand bzw. –Faust. In der linken Hand hält er ein Mikrofon mit der Bluesharp und das alles spielt er gleichzeitig mit großer Perfektion. Dazu spielt Bernie Miller den elektrisch verstärkten Kontrabass und singt in ein Mikrofon. Die Lautstärke hatte sich gegenüber den beiden vorherigen Bands noch etwas erhöht und das, was da von der Bühne kam ging einem durch Mark und Bein. Die beiden Musiker spielten Stücke, die am Anfang nicht so richtig zu verstehen waren, aber mit Bluesklasikern wir „Manish Boy“ von Muddy Waters  konnten dann doch  viele etwas anfangen.Der große Teil des Publikums kam aber vor die Bühne, tanzte oder hörte einfach zu. Der „Folsom Prison Blues“ von Johnny Cash war sicherlich ein weiterer Titel, der von vielen gekannt wurde. Die beiden Musiker bekamen viel Beifall und eine Zugabe konnte trotz später Stunde noch gespielt werden.




Also ich musste mal wieder feststellen das diese Blues Party richtig viel Spass gemacht hat und ich verspreche das ich schon wieder neue Ideen für's nächste Jahr habe.






Nun möchte ich mich zum Schluß noch bei den Musikern bedanken. Aber auch nicht zu vergessen die Techniker Matze und Pivo mit Ihrer Crew !!!!! Sowie unser ganzes Team ( Auf-und Abbau, Logistik, Deko, Einlass usw.) sowie natürlich den zahlreichen Sponsoren und bei der Freiwilligen Feuerwehr von Milow für die Unterstützung !!!!!!!!!!!!!!!






Hier können noch Shirts bestellt werden !!!


Wir sehen uns bestimmt beim 13. Hörbar Blues Open Air in Milow wieder !!!!!




              Bluesige Grüße aus Milow/Westhavelland. Loni & Carsten